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Mounjaro® Tirzepatid
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Die folgenden Informationen werden als Antwort auf Ihre Anfrage zur Verfügung gestellt und können Informationen über Dosierung, Formulierungen und Bevölkerungsgruppen enthalten, die sich von der Zulassung unterscheiden.
Erhöht Mounjaro® (Tirzepatid) das Risiko einer Hypoglykämie?
Die Raten von Hypoglykämien nach einer Behandlung mit Tirzepatid waren niedrig; die gleichzeitige Anwendung von Insulin oder eines Insulinsekretagogums erhöhte jedoch das Risiko für Hypoglykämien bei erwachsenen Patienten mit Typ‑2‑Diabetes.
Inhalt
- Welche Informationen zu Hypoglykämien bei Erwachsenen sind in der Mounjaro Fachinformation verfügbar?
- Wie hoch war die Inzidenz von Hypoglykämie in den klinischen SURPASS-Studien?
- Auswirkungen von Tirzepatid auf die physiologische Regulation bei einer Hypoglykämie
- Hypoglykämie in den SURMOUNT-Studien
- Referenzen
Welche Informationen zu Hypoglykämien bei Erwachsenen sind in der Mounjaro Fachinformation verfügbar?
Hypoglykämien bei gleichzeitiger Anwendung mit einem Sulfonylharnstoff oder Insulin sind bei erwachsenen Patienten mit Typ‑2‑Diabetes unter Tirzepatid als sehr häufige Nebenwirkung (≥ 1/10) aufgeführt. Darüber hinaus wurden Hypoglykämien häufig (≥ 1/100 bis < 1/10) bei erwachsenen Patienten berichtet, die Tirzepatid in Kombination mit Metformin und einem SGLT2‑Inhibitor anwendeten.
Für vollständige Informationen beachten Sie die Mounjaro Fachinformation, insbesondere die Abschnitte 4.4 „Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung“ und 4.8 „Nebenwirkungen“.1
Bei Patienten, die Tirzepatid in Kombination mit einem Wirkstoff, der die Insulin-Sekretion anregt (z. B. einem Sulfonylharnstoff), oder in Kombination mit Insulin erhalten, besteht möglicherweise ein erhöhtes Hypoglykämie-Risiko. Das Risiko einer Hypoglykämie kann durch eine Dosisreduktion des Wirkstoffes, der die Insulin-Sekretion anregt, oder des Insulins gesenkt werden.1
Zur Anpassung der Sulfonylharnstoff- und Insulindosis ist eine Blutzuckerselbstkontrolle erforderlich. Es wird empfohlen, die Insulindosis schrittweise zu reduzieren.1
Tirzepatid hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Wenn Tirzepatid in Kombination mit einem Sulfonylharnstoff oder Insulin angewendet wird, sollten die Patienten darauf hingewiesen werden, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, um eine Hypoglykämie beim Autofahren und beim Bedienen von Maschinen zu vermeiden1
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Wie hoch war die Inzidenz von Hypoglykämie in den klinischen SURPASS-Studien?
Das klinische SURPASS-Studienprogramm untersuchte die Wirksamkeit und Sicherheit von Tirzepatid zur Verbesserung der glykämischen Kontrolle bei Menschen mit Typ‑2‑Diabetes (T2D). Daten aus globalen klinischen Studien verglichen Tirzepatid mit Placebo, Semaglutid, titriertem Insulin degludec, titriertem Insulin glargin sowie titriertem Insulin lispro.2-7
Bei Studienteilnehmern, die den Tirzepatid‑Behandlungsgruppen zugeordnet waren, traten Hypoglykämien (<3,9 mmol/L [≤70 mg/dL] oder <3,0 mmol/L [<54 mg/dL]) selten auf, ohne dosisabhängige Veränderungen. Hypoglykämien traten bei einem höheren Anteil der Patienten auf, die mit Insulin behandelt wurden, entweder als aktives Vergleichspräparat (SURPASS‑3 und SURPASS‑4) oder wenn Insulin oder Sulfonylharnstoffe als Begleittherapie zu Tirzepatid eingesetzt wurden (SURPASS‑4, SURPASS‑5 und SURPASS‑6). Weitere Einzelheiten sind in Übersicht der Hypoglykämie‑Ereignisse in den SURPASS‑1‑ bis ‑6‑Studien dargestellt.2-7
Parametera | Tirzepatid 5 mg | Tirzepatid 10 mg | Tirzepatid 15 mg | Vergleichspräparatb |
Hypoglykämie (BG ≤3,9 mmol/L [≤70 mg/dL] oder schwerwiegend)c | ||||
SURPASS-1 | 7 (6) | 8 (7) | 8 (7) | 1 (1) |
SURPASS-2 | 4 (0,9) | 3 (0,6) | 0 | 3 (0,6) |
SURPASS-3 | 30 (8) | 49 (14) | 51 (14) | 170 (48) |
SURPASS-4 | 112 (34,0) | 107 (32,6) | 127 (37,6) | 641 (64,1) |
SURPASS-5 | 70 (60,3) | 75 (63,0) | 72 (60,0) | 73 (60,8) |
SURPASS-6 | 86 (35,4) | 89 (37,4) | 88 (37,3) | 519 (73,3) |
Hypoglykämie (BG <3,0 mmol/L [<54 mg/dL] oder schwerwiegend)c | ||||
SURPASS-1 | 0 | 0 | 0 | 1 (1) |
SURPASS-2 | 3 (0,6) | 1 (0,2) | 8 (1,7) | 2 (0,4) |
SURPASS-3 | 5 (1) | 4 (1) | 7 (2) | 26 (7) |
SURPASS-4 | 29 (8,8) | 20 (6,1) | 27 (8,0) | 191 (19,1) |
SURPASS-5 | 18 (15,5) | 23 (19,3) | 17 (14,2) | 15 (12,5) |
Anzahl der Episoden | 61 | 49 | 41 | 44 |
Häufigkeit/Jahr gesamt | 0,64 | 0,50 | 0,43 | 0,44 |
SURPASS-6 | 29 (11,9) | 22 (9,2) | 25 (10,6) | 340 (48,0) |
Anzahl der Episoden | 158 | 156 | 54 | 2796 |
Häufigkeit/Jahr gesamt | 0,62 | 0,62 | 0,22 | 3,86 |
SURPASS-1 | 0 | 0 | 0 | 0 |
SURPASS-2 | 1 (0,2) | 0 | 1 (0,2)e | 0 |
SURPASS-3 | 0 | 0 | 1 (<1)f | 0 |
SURPASS-4 | 1 (0,3) | 0 | 3 (0,9) | 11 (1,1) |
SURPASS-5 | 0 | 2 (1,6) | 1 (0,8) | 0 |
SURPASS-6 | 0 | 3 (1,3) | 0 | 30 (4,2) |
Abkützungen: BG = Blutglukose.
Anmerkungen: Die Werte sind als n (%) dargestellt, mit Ausnahme der Anzahl der Episoden und der Häufigkeit/Jahr gesamt.
aDaten umfassen alle randomisierten Patienten, die mindestens eine Dosis des Studienmedikaments erhalten haben, wobei sämtliche Daten vom Beginn der Studienbehandlung bis zum Ende der Sicherheitsnachbeobachtung berücksichtigt wurden. Patienten können mehr als einer Kategorie zugehören.
bIn den Studien SURPASS‑1 und SURPASS‑5 war das Vergleichspräparat über 40 Wochen Placebo. In SURPASS‑2 war das Vergleichspräparat Semaglutid 1 mg einmal wöchentlich über 40 Wochen. In SURPASS‑3 wurde über 52 Wochen titriertes Insulin degludec als Vergleichspräparat eingesetzt. In SURPASS‑4 war über 52 Wochen titriertes Insulin glargin das Vergleichspräparat. In SURPASS‑6 erfolgte der Vergleich über 52 Wochen mit titriertem Insulin lispro als Add‑on zu Insulin glargin.
cDaten nach Einleitung einer neuen blutglukosesenkenden Therapie wurden nicht berücksichtigt.
dEreignisse, die die Unterstützung einer anderen Person erforderten, um aktiv Kohlenhydrate, Glukagon oder andere Notfallmaßnahmen zu verabreichen.
eEin Patient, der bei der Randomisierung für eine Dosis von 15 mg Tirzepatid eingeteilt wurde, erlitt ein Ereignis einer Hypoglykämie, das vom Prüfarzt nicht als schwerwiegend eingestuft wurde, jedoch als schwerwiegendes unerwünschtes Ereignis berichtet wurde.
fIm Laufe der Studie wurde während der Dosiseskalationsphase (Tag 28) ein Ereignis einer schweren Hypoglykämie bei einem Patienten berichtet, der der 15 mg Tirzepatid‑Behandlungsgruppe zugeordnet war.
Insulinanwendung in SURPASS-5 und SURPASS-6
In der SURPASS‑5‑Studie mussten alle Studienteilnehmer mindestens 3 Monate vor dem Screening auf eine stabile Dosis von einmal täglich verabreichtem Insulin glargin (> 0,25 I.E./kg/Tag oder > 20 I.E./Tag) mit oder ohne Metformin eingestellt sein und zum Zeitpunkt der Randomisierung eine weitere Titration der Insulin glargin Dosis benötigen.6
Patienten wurden den Tirzepatid-Gruppen zusätzlich zu einer Hintergrundtherapie mit titriertem Insulin glargin zugeteilt. Insulin glargin wurde in allen Gruppen während der Insulintitrationsphase von Woche 5 bis Woche 40 gemäß einem Treat‑to‑Target‑(TTT‑)Algorithmus titriert, mit dem Zielwert einer Nüchternserumglukose (fasting serum glucose, FSG) von <5,6 mmol/L (100 mg/dL). Während der Erhaltungsphase von Woche 24 bis Woche 40 wurde die Dosis von Insulin glargin stabil gehalten (siehe Übersicht der Insulinanwendung in der SURPASS‑5‑Studie).6,9
Parametera | Tirzepatid 5 mg | Tirzepatid 10 mg | Tirzepatid 15 mg | Placebo |
Insulin glargin Dosis zu Studienbeginn, I.E. | 39,1±25,4 | 34,7±15,4 | 40,5±29,1 | 36,3±18,0 |
Insulin glargin Dosis zu Studienbeginn, I.E./kg/Tag | 0,41±0,27 | 0,38±0,17 | 0,43±0,28 | 0,39±0,16 |
Veränderung der Insulin glargin Dosis gegenüber dem Ausgangswert in Woche 40, I.E. [%]b | 4,4(+13,0) | 2,7(+8,1) | -3,8(-11,4) | 25,1(+75,0) |
Abkürzungen: I.E. = Internationale Einheiten; mITT = modifizierte Intention‑to‑Treat.
aDaten sind als Mittelwert ±SD angegeben, sofern nicht anders angegeben. Analysiert wurde die gesamte randomisierte Population.
bmITT‑Wirksamkeitsanalysesatz
In SURPASS‑6 erhielten alle Studienteilnehmer vor der Randomisierung über einen Zeitraum von bis zu 10 Wochen eine standardisierte Therapie mit basalem Insulin glargin mit oder ohne Metformin, bevor sie randomisiert entweder Tirzepatid oder prandiales Insulin lispro erhielten.10
- Zum Zeitpunkt der Randomisierung senkten die Teilnehmer in allen Behandlungsgruppen ihre Insulin glargin‑Dosis um 30 %, um das Risiko einer Hypoglykämie während der Einleitung der Studienmedikation zu verringern. Die Dosis des basalen Insulin glargin wurde wöchentlich anhand eines Titrationsalgorithmus angepasst, um eine FSG von 5,6 bis 6,9 mmol/L (100 bis 125 mg/dL) zu erreichen.7
- Bei Teilnehmern, die Tirzepatid erhielten, war eine Auftitration von Insulin glargin für einen Zeitraum von 4 Wochen nach der Randomisierung nicht zulässig.7
- Teilnehmer, die über zwei aufeinanderfolgende Wochen die Ziel‑FSG mit einer niedrigen Insulin glargin‑Dosis (<10 I.E.) erreichten, konnten die Insulin glargin‑Injektion auf Grundlage der Entscheidung des Prüfarztes vorübergehend unterbrechen. Die Teilnehmer führten weiterhin die erforderlichen FSG‑Messungen zur Anpassung der Insulin glargin‑Dosis durch und wurden alle zwei Wochen erneut beurteilt. Wurde die Ziel‑FBG nicht erreicht, wurde die Insulin glargin‑Therapie erneut aufgenommen.7
Zum Zeitpunkt der Randomisierung betrug die Gesamtdosis von Insulin glargin 47 I.E..7
Wie in SURPASS‑6: Zeitlicher Verlauf des täglichen Insulinbedarfs dargestellt, nahm die Dosis des basalen Insulin glargin unter Behandlung mit Tirzepatid im Laufe der Zeit ab. In Woche 52 betrug der Anteil der Teilnehmer, die keine begleitende Insulin glargin‑Hintergrundtherapie mehr erhielten,
- 8 % unter Tirzepatid 5 mg,
- 14 % unter Tirzepatid 10 mg und
- 19 % unter Tirzepatid 15 mg.7
Beschreibung Abbildung 1: Über 52 Wochen war die tägliche Dosis von Insulin glargin bei Teilnehmern, die Tirzepatid erhielten, niedriger als bei Teilnehmern unter Insulin lispro und nahm in allen Behandlungsgruppen im Zeitverlauf ab.
Abkürzungen: iLispro = Insulin lispro; IU = Internationale Einheiten (international units); TZP = Tirzepatid.
Anmerkungen: Die Daten sind als geometrischer Mittelwert (95 %-Konfidenzintervall) dargestellt. Farbige Pfeile kennzeichnen den Zeitpunkt der TZP‑Dosiseskalation für die jeweilige TZP‑Dosis. Die in Klammern angegebenen Werte entsprechen I.E./kg. TZP Pooled bezieht sich auf gepoolte Daten der Gruppen mit TZP 5 mg, 10 mg und 15 mg.
Hypoglykämierisiko und Hintergrundtherapie in den SURPASS‑Studien
In gepoolten Daten aus den Studien SURPASS‑1 bis ‑4 erreichten 1209 Teilnehmer mit T2D unter der Behandlung mit Tirzepatid eine Normoglykämie (glykosyliertes Hämoglobin [HbA1c] <5,7 %). Von diesen Patienten
- erreichten 98,5 % die Normoglykämie ohne Level 2 Hypoglykämien (Blutglukose [BG] <3,0 mol/L [54 mg/dL]) oder schwere (Level 3) Hypoglykämien und
- 91 % erreichten die Normoglykämie ohne Level 1 Hypoglykämien (BG ≤3,9 mol/L [70 mg/dL]) oder schwere Hypoglykämien.11
Eine schwere Hypoglykämie wurde definiert als eine Episode mit schwerer kognitiver Beeinträchtigung, die die Unterstützung durch eine andere Person erforderte.11
Von den 18 Patienten, bei denen Level 2 Hypoglykämien und/oder schwere Hypoglykämien auftraten, erhielten 12 Sulfonylharnstoffe als Hintergrundbehandlung.11
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Auswirkungen von Tirzepatid auf die physiologische Regulation bei einer Hypoglykämie
Tirzepatid senkt die nüchternen und postprandialen Glukagonspiegel bei Erwachsenen mit T2D. Zudem wurden die Auswirkungen von Tirzepatid auf die gegenregulatorische Reaktion des Körpers bei Hypoglykämie untersucht.12,13
In einer hypoglykämischen Clamp‑Studie bei Patienten mit T2D blieb die Glukagonantwort auf eine Hypoglykämie unter Tirzepatid 15 mg erhalten und unterschied sich nicht von der unter Placebo beobachteten Reaktion, wie in Mittlere Veränderungen der Glukagonspiegel bei induzierter Hypoglykämie dargestellt wird.13
Darüber hinaus unterschieden sich die Reaktionen weiterer gegenregulatorischer Hormone, einschließlich Wachstumshormon und Adrenalin nicht zwischen den Behandlungen, während der Anstieg des Cortisol‑ und Noradrenalinspiegels unter Tirzepatid 15 mg im Vergleich zu Placebo abgeschwächt war. Während einer Hypoglykämie war die Insulinsekretion unter Tirzepatid 15 mg stärker reduziert als unter Placebo.13
Beschreibung Abbildung 2: Während des hypoglykämischen Clamp-Verfahrens unterschieden sich die mittleren Veränderungen des Glukagonspiegels bei mit Tirzepatid 15 mg behandelten Patienten mit Typ‑2‑Diabetes nicht von denen der Placebo‑Gruppe.
Abkürzungen: LSM = Mittelwert der kleinsten Quadrate (least squares mean); PBO = Placebo; TZP = Tirzepatid.
a Zum Zeitpunkt, an dem die Hypoglykämie am ausgeprägtesten war (at nadir), betrug n = 32 für die Placebo‑Gruppe. Die Daten wurden mittels eines linearen Mixed-Effects-Modells analysiert, wobei Behandlung, Behandlungszeitraum und Behandlungssequenz als feste Effekte und die Patienten als Zufallseffekt berücksichtigt wurden. Die Analyse erfolgte unter Anwendung der Restricted-Maximum-Likelihood‑Methode.
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Hypoglykämie in den SURMOUNT-Studien
Die Inzidenz von Hypoglykämien in den SURMOUNT‑Studien ist in Übersicht der Hypoglykämie‑Ereignisse in den SURMOUNT‑Studien dargestellt.8,14-17
Hypoglykämie (BG <54 mg/dL), n (%) | Tirzepatid 5 mg | Tirzepatid 10 mg | Tirzepatid 15 mg | Tirzepatid Open-Label Lead-In Phase | Tirzepatid MTD | Placebo |
SURMOUNT-1a | 9 (1,4) | 10 (1,6) | 10 (1,6) | NA | NA | 1 (0,2) |
SURMOUNT-2b | NA | 11 (3,5) | 15 (4,8) | NA | NA | 4 (1,3) |
SURMOUNT-3c | NA | NA | 0 | 0 | ||
SURMOUNT-4d | NA | 2 (0,6) | 0g | |||
Abkürzungen: BG = Blutglukose; mITT = modifizierte Intention‑to‑Treat; MTD =maximal tolerierte Dosis (10 oder 15 mg); NA = nicht zutreffend.
aSicherheitsanalyse‑Set: Daten, die während des Behandlungszeitraums sowie während der Sicherheits‑Nachbeobachtung aus der mITT‑Population erhoben wurden, unabhängig von der Therapietreue zum Studienmedikament.
bSicherheitsanalyse‑Set: Daten, die während des Behandlungszeitraums sowie während der Sicherheits‑Nachbeobachtung aus der ITT‑Population erhoben wurden, unabhängig von der Therapietreue zum Studienmedikament oder dem Beginn einer antihyperglykämischen Notfallmedikation.
cSicherheitsanalyse‑Set: Daten, die nach der ersten Dosis der Studienbehandlung erhoben wurden und bis zum Ende des Studienzeitraums einschließlich der Off‑Drug‑Nachbeobachtungsvisite reichten.
dSicherheitsanalyse‑Set: Daten, die nach der Randomisierungsvisite erhoben wurden und bis zum Ende des gesamten Studienzeitraums einschließlich der Off‑Drug‑Nachbeobachtungsvisite reichten.
eEreignisse während der Tirzepatid‑Lead‑in‑Phase von Woche 0 bis Woche 36.
fSicherheitsanalyse‑Set: Alle Teilnehmer, die einer open-label Behandlung mit Tirzepatid zugeteilt wurden. Für Teilnehmer, die die open-label Behandlungsphase vorzeitig beendeten, wurde die Sicherheits‑Nachbeobachtung eingeschlossen.
gPatienten in dieser Gruppe erhielten Tirzepatid während der open-label Lead‑in‑Phase.
In der 3‑jährigen SURMOUNT‑1‑Studie bei Patienten mit Adipositas und Prädiabetes trat eine Hypoglykämie mit einem Blutglukosespiegel von <54 mg/dL auf bei:
- 8 (3,2 %) Teilnehmern in der Tirzepatid 5 mg Behandlungsgruppe,
- 6 (2,3 %) Teilnehmern in der Tirzepatid 10 mg Behandlungsgruppe,
- 5 (2,0 %) Teilnehmern in der Tirzepatid 15 mg Behandlungsgruppe und
- 0 Teilnehmern in der Placebogruppe.18
In der 72‑wöchigen, open-label, randomisierten kontrollierten Phase‑3b‑Studie SURMOUNT‑5 zum Vergleich von Tirzepatid (10 mg oder 15 mg) mit Semaglutid (1,7 mg oder 2,4 mg) bei Erwachsenen mit Adipositas ohne T2D trat eine Hypoglykämie mit einem Blutglukosespiegel von <54 mg/dL auf bei
- 0 Teilnehmern in der Tirzepatid‑Gruppe mit maximal tolerierter Dosis (MTD) und
- 1 (0,3 %) Teilnehmer in the Semaglutid-Gruppe mit MTD.19
Es wurden keine Fälle von Level 3 Hypoglykämien berichtet. Eine Level 3 Hypoglykämie (schwere Hypoglykämie) wurde definiert als ein schweres Ereignis mit veränderter geistiger und/oder körperlicher Verfassung, die die Unterstützung durch eine andere Person erforderte.19
In den Studien SURMOUNT‑1, ‑3 und ‑4 wurde Hypoglykämie nicht systematisch erfasst oder berichtet, da Teilnehmer mit einer T2D-Diagnose ausgeschlossen waren. Hypoglykämien konnten durch die spontane Meldung von Symptomen durch die Teilnehmer oder durch während der Studienvisiten entnommene Blutglukoseproben identifiziert werden.14,16,17
In der SURMOUNT‑1‑Studie wurde zu Studienbeginn sowie in Woche 72 ein oraler Glukosetoleranztest (OGTT) durchgeführt, um den glykämischen Status (Normoglykämie, Prädiabetes, Diabetes) zu beurteilen und die Teilnahme an der 2‑jährigen Studie festzulegen. Während des OGTT wurde die Blutglukose zu den Zeitpunkten 0, 30, 60, 90 und 120 Minuten gemessen. Blutglukosewerte von <3 mmol/L (54 mg/dL) konnten während des OGTT vom Prüfarzt als Hypoglykämie mit oder ohne Symptome dokumentiert werden.14
Bei Menschen mit Adipositas konnten im Rahmen eines OGTT durch die Glukosebelastung niedrige Blutglukosewerte auftreten, auch ohne dass von den Patienten entsprechende Symptome berichtet wurden. Dieses Phänomen wurde ebenfalls in anderen Inkretion‑Studien bei Personen mit Adipositas beobachtet, in denen Hypoglykämien auf vergleichbare Weise erfasst und berichtet wurden.20,21
In der 72‑wöchige, randomisierte, doppelblinde Phase‑3‑Studie SURMOUNT‑2 wurde Tirzepatid in den Dosierungen 10 mg und 15 mg einmal wöchentlich mit Placebo bei 938 erwachsenen Patienten mit Übergewicht oder Adipositas und T2D verglichen.15
In der SURMOUNT‑2‑Studie waren die Teilnehmer verpflichtet, wöchentlich nüchtern gemessene, selbstüberwachte Blutglukosewerte zu bestimmen und diese in ihrem Studientagebuch zu dokumentieren.15
In der SURMOUNT‑2‑Studie wurden keine Fälle von schwerer Hypoglykämie berichtet.15
Teilnehmer der SURMOUNT‑2‑Studie, die Tirzepatid in Kombination mit einem Wirkstoff, der die Insulin-Sekretion anregt (z. B. einem Sulfonylharnstoff), erhielten, hatten ein erhöhtes Risiko für Hypoglykämien (10,3 %) im Vergleich zu mit Tirzepatid behandelten Teilnehmer, die keinen Sulfonylharnstoff einnahmen (2,1 %).8
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Referenzen
1Mounjaro [Fachinformation]. Eli Lilly Nederland B.V., Niederlande
2Rosenstock J, Wysham C, Frías JP, et al. Efficacy and safety of a novel dual GIP and GLP-1 receptor agonist tirzepatide in patients with type 2 diabetes (SURPASS-1): a double-blind, randomised, phase 3 trial. Lancet. 2021;398(10295):143-155. https://doi.org/10.1016/S0140-6736%2821%2901324-6
3Frías JP, Davies MJ, Rosenstock J, et al; SURPASS-2 Investigators. Tirzepatide versus semaglutide once weekly in patients with type 2 diabetes. N Engl J Med. 2021;385(6):503-515. https://doi.org/10.1056/NEJMoa2107519
4Ludvik B, Giorgino F, Jódar E, et al. Once-weekly tirzepatide versus once-daily insulin degludec as add-on to metformin with or without SGLT2 inhibitors in patients with type 2 diabetes (SURPASS-3): a randomised, open-label, parallel-group, phase 3 trial. Lancet. 2021;398(10300):583-598. https://doi.org/10.1016/S0140-6736(21)01443-4
5Del Prato S, Kahn SE, Pavo I, et al; SURPASS-4 Investigators. Tirzepatide versus insulin glargine in type 2 diabetes and increased cardiovascular risk (SURPASS-4): a randomised, open-label, parallel-group, multicentre, phase 3 trial. Lancet. 2021;398(10313):1811-1824. https://doi.org/10.1016/S0140-6736(21)02188-7
6Dahl D, Onishi Y, Norwood P, et al. Effect of subcutaneous tirzepatide vs placebo added to titrated insulin glargine on glycemic control in patients with type 2 diabetes: the SURPASS-5 randomized clinical trial. JAMA. 2022;327(6):534-545. https://doi.org/10.1001/jama.2022.0078
7Rosenstock J, Frías JP, Rodbard HW, et al. Tirzepatide vs insulin lispro added to basal insulin in type 2 diabetes: the SURPASS-6 randomized clinical trial. JAMA. 2023;330(17):1631-1640. https://doi.org/10.1001/jama.2023.20294
8Data on file, Eli Lilly and Company and/or one of its subsidiaries.
9Riddle MC, Rosenstock J, Gerich J; Insulin Glargine 4002 Study Investigators. The treat-to-target trial: randomized addition of glargine or human NPH insulin to oral therapy of type 2 diabetic patients. Diabetes Care. 2003;26(11):3080-3086. https://doi.org/10.2337/diacare.26.11.3080
10Rosenstock J, Frias JP, Rodbard HW, et al. “SURPASS(ing)” an era of basal-bolus insulin therapy: tirzepatide vs insulin lispro TID added-on to poorly controlled basal insulin-treated type 2 diabetes! Poster presented at: 83rd Scientific Session of the American Diabetes Association; June 23-26, 2023; San Diego, CA, USA.
11Rosenstock J, Vázquez L, Del Prato S, et al. Achieving normoglycemia with tirzepatide: analysis of SURPASS 1–4 trials. Diabetes Care. 2023;46(11):1986-1992. https://doi.org/10.2337/dc23-0872
12Heise T, Mari A, DeVries JH, et al. Effects of subcutaneous tirzepatide versus placebo or semaglutide on pancreatic islet function and insulin sensitivity in adults with type 2 diabetes: a multicentre, randomised, double-blind, parallel-arm, phase 1 clinical trial. Lancet Diabetes Endocrinol. 2022;10(6):418-429. https://doi.org/10.1016/S2213-8587(22)00085-7
13Pieber TR, Svehlikova E, Urva S, et al. Effect of tirzepatide on the counter-regulatory response to hypoglycemia during a hypoglycemic clamp in people with type 2 diabetes. Abstract presented at: 83rd Scientific Session of the American Diabetes Association; June 23-26, 2023; San Diego, CA, USA.
14Jastreboff AM, Aronne LJ, Ahmad NN, et al; SURMOUNT-1 Investigators. Tirzepatide once weekly for the treatment of obesity. N Engl J Med. 2022;387(3):205-216. https://doi.org/10.1056/NEJMoa2206038
15Garvey WT, Frias JP, Jastreboff AM, et al; SURMOUNT-2 investigators. Tirzepatide once weekly for the treatment of obesity in people with type 2 diabetes (SURMOUNT-2): a double-blind, randomised, multicentre, placebo-controlled, phase 3 trial. Lancet. 2023;402(10402):613-626. https://doi.org/10.1016/S0140-6736(23)01200-X
16Wadden TA, Chao AM, Machineni S, et al. Tirzepatide after intensive lifestyle intervention in adults with overweight or obesity: the SURMOUNT-3 phase 3 trial. Nat Med. 2023;29(11):2909-2918. https://doi.org/10.1038/s41591-023-02597-w
17Aronne LJ, Sattar N, Horn DB, et al; SURMOUNT-4 Investigators. Continued treatment with tirzepatide for maintenance of weight reduction in adults with obesity: the SURMOUNT-4 randomized clinical trial. JAMA. 2024;331(1):38-48. https://doi.org/10.1001/jama.2023.24945
18Jastreboff AM, le Roux CW, Stefanski A, et al; SURMOUNT-1 Investigators. Tirzepatide for obesity treatment and diabetes prevention. N Engl J Med. 2025;392:958-971. www.doi.org/10.1056/NEJMoa2410819
19Aronne LJ, Horn DB, le Roux CW, et al; SURMOUNT-5 Trial Investigators. Tirzepatide as compared with semaglutide for the treatment of obesity. N Engl J Med. 2025;393:26-36. https://www.doi.org/10.1056/NEJMoa2416394
20Lv X, Fang K, Hao W, et al. Identification of reactive hypoglycemia with different basic BMI and its causes by prolonged oral glucose tolerance test. Diabetes Metab Syndr Obes. 2020;13:4717-4726. https://doi.org/10.2147/DMSO.S280084
21Pi-Sunyer X, Astrup A, Fujioka K, et al; SCALE Obesity and Prediabetes NN8022-1839 Study Group. A randomized, controlled trial of 3.0 mg of liraglutide in weight management. N Engl J Med. 2015;373(1):11-22. https://dx.doi.org/10.1056/NEJMoa1411892
Datum der letzten Prüfung: 27. Januar 2026